Betreuungsassistent(in)

Beginntermine

  1. Modul                  04.10.2016 – 21.10.2016- Schulung
  2. Modul                  24.10.2016 – 11.11.2016- Praktikum
  3. Modul                  14.11.2016 – 01.12.2016- Schulung

 

Das Arbeitsfeld umfasst vielfältige alltagsbezogene Tätigkeiten für und mit Menschen, denen neben der erheblichen Pflegebedürftigkeit ein zusätzlicher Betreuungsbedarf zuerkannt wurde.
Bisher war dies hauptsächlich auf die tagesstrukturierende Unterstützung von Menschen mit Demenzerkrankung ausgerichtet. Mit der ab 2015 in Kraft tretenden Reformstufe zur Pflegeversicherung erweitert sich das Arbeitsfeld auf weitere Personengruppen, sowie auf ambulante / häusliche Betreuungsangebote. In Heimeinrichtungen wird zudem der Beschäftigungsschlüssel für Betreuungsassistenten verbessert.

Es handelt sich im Kern um eine pädagogische und soziale Tätigkeit mit therapiebezogenen Anteilen. Es ist keine pflegerische Tätigkeit, wenn auch häufig mit Pflegefachkräften vernetzt und abgestimmt gearbeitet wird.

Die berufliche Tätigkeit kann Aktivitätenbegleitung und Kulturarbeit in stationären Pflegeeinrichtungen umfassen, oder in offener/ambulanter Form die häusliche Versorgung verbessern. Oder als Präsenzkraft in einer Wohngemeinschaft Pflegebedürftiger zu arbeiten.

Teilnahmevoraussetzungen sind psychische Stabilität und Freude an der Arbeit mit alten und behinderten Menschen, sowie allgemeine gesundheitliche Eignung und ein einwandfreies Führungszeugnis. Förderlich sind Lebenserfahrung, Kreativität , sowie Kenntnisse in Haushaltsführung und einfacheren Werktechniken, alternativ auch im musischen Bereich.

Ein mindestens einwöchiges Praktikum in einem der genannten Arbeitsbereiche ist mit der Anmeldung nachzuweisen.

Es wird kein Nachweis über einen bestimmten schulischen Abschluss gefordert.
Die deutsche Sprache muss grundsätzlich beherrscht werden. TeilnehmerInnen mit fremdsprachlichem Hintergrund sind sehr willkommen, da heute auch unter den Hilfebedürftigen zunehmend Menschen mit vielfältigem Migrationshintergrund leben.

Die Schulung erfolgt nach den Richtlinien des GKV (Spitzenverbandes der gesetzl. Krankenversicherung) auf der Grundlage der Pflegeversicherung (§§ 45 und 87b SGB XI).

Sie umfasst 3 Module mit insgesamt 160 Unterrichtsstunden und einem dreiwöchigem Praktikum.

Den Infoflyer finden Sie  hier : Flyer

Anmeldung_Fachakademie

    • Grundkenntnisse der Kommunikation und Interaktion unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen der Arbeit mit Menschen mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder anderen Gesundheitsstörungen, die zu einem zusätzlichen Betreuungsbedarf führten
    • Grundkenntnisse über Demenzerkrankungen, psychische Erkrankungen, geistige Behinderungen sowie typische Alterskrankheiten wie Diabetes und degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats und deren Behandlungsmöglichkeiten,
    • Grundkenntnisse der Pflege und Pflegedokumentation (Hilfen bei der Nahrungsaufnahme, Umgang mit Inkontinenz, Schmerzen und Wunden usw.) sowie der Hygieneanforderungen im Zusammenhang mit Betreuungstätigkeiten zur Beurteilung der wechselseitigen Abhängigkeiten von Pflege und Betreuung,
    • Erste Hilfe Kurs, Verhalten beim Auftreten eines Notfall
  • Das Praktikum erfolgt in einer vollstationären oder teilstationären Pflegeeinrichtung unter Anleitung und Begleitung einer in der Pflege und Betreuung des betroffenen Personenkreis es erfahrenen Pflegefachkraft, um praktische Erfahrungen in der Betreuung von Menschen mit einer erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz zu sammeln.

    Ist in einer stationären Pflegeeinrichtung eine Pflegefachkraft mit einer gerontopsychiatrischen Zusatzausbildung beschäftigt, soll dieser nach Möglichkeit die Anleitung und die Begleitung während des Praktikums übertragen werden.

    • Vertiefen der Kenntnisse, Methoden und Techniken über das Verhalten, die Kommunikation und die Umgangsformen mit betreuungsbedürftigen Menschen,
    • Rechtskunde (Grundkenntnisse des Haftungsrechts, Betreuungsrechts, der Schweigepflicht und des Datenschutzes und zur Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen),
    • Hauswirtschaft und Ernährungslehre mit besonderer Beachtung von Diäten und Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
    • Beschäftigungsmöglichkeiten und Freizeitgestaltung für Menschen mit Demenzerkrankungen und zusätzlichem Betreuungsbedarf aus anderen Ursachen,
    • Bewegung für Menschen mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen,
    • Kommunikation und Zusammenarbeit mit den an der Pflege Beteiligten, z.B. Pflegekräften, Ergotherapeuten, Sozialpädagogen, Angehörigen und ehrenamtlich Engagierten.

    Der Kursabschluss umfasst ein Colloquium (Fachgespräch) über die während des Praktikums zu erstellende Hausarbeit, sowie eine Lernsituation, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in der Anwendung demonstrieren.
    Nach erfolgreichem Besuch erhält der Kursabsolvent ein Abschlusszertifikat, das den Anforderungen nach der GKV-Richtlinie entspricht.

    Nach Abschluss des Lehrgangs stehen wir weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung und geben auch gern (wenn gewünscht) uns bekannt gewordene Stellenangebote an interessierte Absolventen weiter.

    Mindestens einmal jährlich bieten wir die nach der GKV-Richtlinie vorgeschriebene zweitägige Fortbildung an. Zum Erhalt der Gültigkeit des Abschlusszertifikats ist die jährliche Teilnahme an solch einer Fortbildungsveranstaltung vorgegeben.
    Im Mittelpunkt dieser Fortbildungen steht neben dem Erfahrungsaustausch und dem Kennenlernen von neuen Entwicklungen und auch die Reflexion der eigenen beruflichen Arbeit der TeilnehmerInnen.